350 Jahre Möltenorter Knochenbruchgilde
Artikel aus dem "Probsteier" - Ausgabe Nr. 26 - 30. Juni 2005 --- www.probsteier.de




bl. Mit einem gut besuchten plattdeutschen Gottesdienst hatte die Jubiläumswoche der Möltenorter Knochenbruchgilde am Sonntag, den 19. Juni 2005 begonnen.

Am vergangenen Sonntag fand sie nach einem Festkommers mit über 600 Teilnehmern im Zelt ihren gelungenen Abschluss. Dazwischen lag eine ganze Reihe von verschiedenen Veranstaltungen.
So sorgten auf dem Showabend am Freitag der Lotsengesangsverein "Knurrhähne", die "Backgrounders- Comedy Show" und die anschließende Disko für eine Superstimmung. Mit zwei herrlichen Showeinlagen der Heikendörper Speeldeel und Livemusik von der "Nighttime" Band war auch der große Festball am Samstag ein voller Erfolg.
Dazwischen lag das Schießen auf den Gildevogel, der am Samstag um 17.30 Uhr nach dem 781. Schuss endgültig zu Fall gebracht wurde. Königsschütze war Gerd Schmidt, der damit nach der verdeckten Liste Fritz Prestin zum neuen Gildekönig machte. Er erhielt den Beinamen "de Jubiläumskönig".

Ein weiterer Höhepunkt der Gildewoche war der große Festumzug am Sonntagmorgen. Auf ihrem Weg durch Heikendorf machten die buntgeschmückten Wagen, Musikzüge, Gilden und Vereine Halt an vorbereiteten Erfrischungsständen am Laboer Weg und verwandelten so den ganzen Straßenzug in ein großes Volksfest.
Auf dem anschließenden Kommers erinnerte Heikendorfs Altbürgermeister Herbert Sätje an den Ursprung der Gilden als Hilfsgemeinschaften in Notzeiten nach dem Prinzip "Einer für alle - alle für einen".Auch ohne diese Traditionen könnten die Gilden heute ihre Bedeutung für die Gemeinschaft behalten. Dazu müssten sie sich aber stärker für junge Menschen öffnen und die Einbeziehung der Frauen ausbauen.

Der 1. Ältermann der Möltenorter Knochenbruchgilde, Uwe Beth, zeigte sich hoch erfreut über den erfolgreichen Verlauf des 350. Jubiläums. "Damit hat die fast fünfjährigen Vorbereitungsarbeit von Vorstand und Festausschuss ein optimales Ergebnis gehabt", erklärte er. "Unser Dank gilt den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, dem Serviceteam von der Show-Brassband und allen Helfern,
die das überhaupt erst ermöglicht haben."



Bilder vom Festumzug am Sonntag morgen. Die Heikendorfer Feuerwehr mit Festwagen marschierten neben anderen 30 Vereinen und Verbänden aus Heikendorf und benachbarten Gilden mit.










Quellen:
Text: www.probsteier.de
Bild: eigene (jb)