20. Februar 2004

Gemeindewehr Heikendorf
- Der Gemeindewehrführer-

Jahresbericht 2003



Meine sehr geehrten Gäste, liebe Kameradinnen und Kameraden,
erlauben sie mir zu Beginn meines Jahreberichtes ein Vorwort:

Der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein hat 2003 die landesweite Aktion "Doppelt im Einsatz" gestartet.
Bei der Auftaktveranstaltung dieser Aktion am Weissenhäuser Strand sagte unser Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes: Uwe Eisenschmitt:

"Der Blick für Sicherheit, überdurchschnittlicher Einsatz und soziale Kompetenz - das zeichnet unsere Mitglieder aus und macht sie auch an ihrem Arbeitsplatz und für ihren Chef so wertvoll.
Feuerwehrleute haben den Blick für Sicherheit, das kann sich auch für das Unternehmen in barer Münze auszahlen.
Feuerwehrleute drücken immer wieder die Schulbank und viel Erlerntes ist, je nach Beruf, auch im Betrieb von Nutzen, beispielsweise Führungslehrgänge, Atemschutzausbildung oder Schulung in der Öffentlichkeitsarbeit.
Arbeitgeber, die Feuerwehrleute beschäftigen, sollen dafür nicht benachteiligt werden. Die Kommune erstattet auf Antrag die gezahlten Lohn- und Gehaltskosten während des Einsatzes oder einer Ausbildungsmaßnahme.
Die Mitglieder der Feuerwehren sind in der Vielfalt ihres Leistungsspektrums einzigartig: Brandbekämpfung, technische Hilfe, Umweltschutz, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Jugendausbildung, Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen - all' das ist leistbar durch die flächendeckende Präsenz.

Feuerwehrleute sind schlichtweg "Doppelt im Einsatz!"

Die Arbeit der Feuerwehrleute kann ohne entsprechende Technik und Ausrüstung, die ihnen auch Sicherheit bieten soll, nicht verrichtet werden. Diese Sicherheit kostet Geld - Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif. Die notwendigen Haushaltsmittel können von den Kommunen in der jetzigen Zeit nur schwer aufgebracht werden. Unsere Freiwilligen Feuerwehren sehen es aus diesem Grunde als Verpflichtung an, die Gemeinde bei Beschaffungsmaßnahmen für die Feuerwehr im gewissen Maße zu unterstützen. Die finanzielle Unterstützung erfolgt durch die Beiträge der fördernden Mitglieder und durch Spenden .


Das Jahr 2003 begann mit dem Neujahrsempfang der Gemeinde, in dem unserer Bürgervorsteher die ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinde besonders hervorhob und hierbei die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr mit ansprach.
In Neuheikendorf wurde schnell bei starkem Frost und festem Eis der Dorfteich hergerichtet und es wurde ein Dorffest daraus gemacht von dem heute noch gesprochen wird. Vergessen ist noch lange nicht der Tag der offenen Tür im letzten Jahr und der Laternenlauf. Was wäre Neuheikendorf ohne die FF.


Die Wehren und die JF beteiligten sich in Klausdorf anlässlich ihres Jubiläums am Ostuferpokal.
Mit unseren und den Wehren Schönkirchen, Flüggendorf und Mönkeberg wurde die Truppmannausbildung Teil A und B durchgeführt.
Die WF mussten zur Weiterbildung an einem Seminar der FUK zum Thema : Windkrafträder und Atemschutzausbildung nach Schwartbuck.
Wir waren dabei, als die gute Seele im HSV-Heim, Traute Müller, verabschiedet wurde und der GWF war beim SPD-Ortsverein, der 100 Jahre alt wurde.
Die Ehrenmitglieder unserer GW mit Damen und Gäste waren alle zum Adventskaffee gekommen.


Die 3 OW und die JF führten wie gewohnt ihre Jahresversammlungen und Vorstandssitzungen durch, der GW-Vorstand kam 5 x zusammen und es wurde die WF-Dienstversammlung des KFV in Lütjenburg wahrgenommen.
Der Übungsplatz in Wankendorf mit dem Gewöhnungscontainer sollte unsere Ortswehren feuerfest machen. Genauso musste die Übungsanlage in der KFZ in Plön mit den Atemschutzgeräten von den Wehren 2 Übungsabende in Anspruch genommen werden. In dem heißen Sommer im letzten Jahr mussten 2 Tage Bäume bewässert werden. Die Gildeumzüge, der Laternenumzug der SPD und Gymnasiums und der Fördelauf des LAV wurde aus Sicherheitsgründen mit der Polizei zusammen, begleitet .



Zu den Einsätzen:
Insgesamt waren es 2003 57 Einsätze.
Hilfeleistung Tier in Not wurde 3 x ausgelöst: Hier war ein Reh in eine offene Baugrube gefallen und musste wieder rausgeholt werden.
Eine Möwe war angeblich im Eis festgefroren ist aber plötzlich weggeflogen.


Und das größte Ding war, dass ein Pferd sich im Morast so festgebuttert hatte, dass es bis zur Schulter versank. Nur mit größter Anstrengung der Besitzer , des Tierarztes und der FW, ist es uns dann gelungen, das Pferd wieder seiner Herde zuzuführen. Es war für alle ein gutes Gefühl, die Mühe hatte sich gelohnt.
Hilfeleistung Mensch in Not: Hier war ein älterer kranker Mann aus dem Bett gefallen, der nur mit der Hilfe ein paar Kameraden wieder zur verdienten Ruhe kam.
Hilfeleistung VU: Eine eingeklemmte Person auf der neuen 502 musste befreit werden, ein Bus und ein PKW war zusammengestoßen und Öl war ausgelaufen.
Technische Hilfeleistung: 2x musste ein Schiff im Hafen gelenzt werden, im Teichtor, in der Unfallklinik war Formalin angeliefert worden und der Behälter war undicht. Hier konnte geholfen werden.

Wir hatten einen Fahrzeugbrand zu verzeichnen. Bei starkem Regen musste ein Keller gelenzt werden, es war Kies auf der Strasse der entfernt werden musste, bei einem Einbruch in einem Imbiss wurde noch schnell im Vorbeigehen das Aquarium zerstört und Wasser verteilte sich bis auf die Fahrbahn. Ein RTW des Rettungsdienstes hatte sich neben der Fahrbahn im weichen Untergrund festgefahren und wurde von der FW befreit. Wir hatten am Schrevenborner Weg einen Gasalarm, wo die Sicherheitseinrichtung Geräusche von sich gaben, die auf einen Fehler deuteten, zumal es im Haus nach Gas roch. Wir haben sofort die Stadtwerke gerufen, die auch schnell zur Stelle war aber kein Gas feststellte, sodass die ältere Dame beruhigt schlafen konnte, nachdem wir den Gasvorratsbehälter angestellt hatten. Und schließlich musste bei einem anständigem Sturm noch ein dicker Ast vom Dach eines Hauses geholt werden.


Fehlalarme
waren im Altenhilfezentrum durch veraltete Melder 14 mal zu verzeichnen, (sie werden aber in diesen Tagen vollständig ausgetauscht, nachdem im letzten Jahr schon eine Schleife ausgetauscht wurde) im Gymnasium aber durch Schüler und Firmen 6 x ausgelöst, und in der Sparkasse 1x ausgelöst durch eine Firma.
Kleinbrände: Einmal brannte am Grasweg eine Wohnung aus (kann jetzt nicht mehr passieren), 2 Adventskränze wurden nicht beaufsichtigt und brannten auf, 2 x musste ausgerückt werden um Mülltonnen am Wege zu löschen, dann brannte eine Straßenböschung und zur Kieler Woche, eine viertel Stunde vor dem Feuerwerk brannte in der Bergstrasse ein Komposthaufen aus. Alle Brände sind ohne persönlichen Schaden ausgegangen.

Wespennester waren 3 zu verzeichnen, wobei ich hierbei betonen muss, dass wir nur tätig werden, wenn Menschen in Gefahr sind. Sonst ist es die Sache von Fachfirmen. Das zu den Einsätzen.


Die Jugendfeuerwehr hat ihre Gesamtzahl von 21 Jungen halten können, wobei ein junger Kamerad der NH Wehr überstellt werden konnte. 110 Stunden wurden für die feuerwehrtechnische Ausbildung aufgebracht und 250 Stunden für allgemeine Jugendarbeit aufgewendet. 16 Tage waren 24 Teilnehmer in einem Zeltlager in Moers in NRW um den Kohlenpott kennen zu lernen. Leider spielte hierbei das Wetter nicht immer mit.
2x ging es in die Ostseetherme nach Scharbeutz. Der Ostuferpokal in Klausdorf und die Nachtwanderung mit den JF des Amtes Probstei in Stein brachte die Jugendlichen in Wettkampfstimmung .
Der Einzug in das HdS brachte viel Arbeit mit sich: 3x nach Ahrensburg um Büromöbel und Regale abzubauen und diese dann auch nach Heikendorf zu transportieren. Der Umzug und die ganze Einrichtung der Räume stellte die jungen Kameraden vor eine schwierige Aufgabe und die Kameradschaft auf eine harte Probe. Dazu kam noch die Unterstützung bei einem Firmenjubiläum, beim Reservistenverband Kiel auf dem Rathausplatz, beim Volleyballturnier des LFV in Rendsburg eine Essenausgabe, die Schrottsammlung im Ort und der Martinumzug wurde mit organisiert und vom 21. bis 23.11. war der große Weihnachtsmarkt in der Mehrzweckhalle der vom Förderverein JF Heikendorf e.V. durchgeführt wurde und von Beschickern und Verkäufern aus dem ganzen Land belegt rund 5000 Menschen in die Halle brachte.
Die JF hat sich ein neues LEITBILD gegeben, dass auf der Jahresversammlung der JF vorgestellt wurde und von Jens auch schon in den Versammlungen der Ortswehren berichtet hat.


Leitsätze wie: JF Macht Spaß,
- Gute Kameradschaft untereinander, hilfsbereit, höflich, fair und offen,
- Ehrgeiz entwickeln, Einigkeit macht Spaß,
- Nein heißt nein, ohne Diskussion,
- Intrigen haben bei uns nichts zu suchen,
- Faulheit hat keine Chance, u.s.w.
Sinn und Zweck ist es ,einen ausgebildeten und karrhakteerfesten Kameraden den OW zu übergeben, dass auch im täglichen Leben zu gebrauchen ist.


Die Brandschutzerzieher: Unsere Brandschutzerzieher, Benjamin Hildebrand, Matthias Ploen und Karsten Wallath, waren 3x im Kindergarten der ev. Kirche , 3x im Kindergarten in der Hafenstrasse und begleiteten den Tag der offenen Tür für Stunden bei der FF Neuheikendorf. Ich hörte in der Kirche sowie in der Hafenstrasse nur Gutes und bedanke mich bei den 3 Kameraden die gerade tagsüber präsent sein müssen und noch mal bei Benjamin für den Jahresbericht.


Das Homepageteam: www.ff-heikendorf.de:
Auf der Internetseite ff-heikendorf.de oder feuerwehr-heikendorf.de sind 14 853 Zugrif
fe zu verzeichnen.
Das entspricht einen monatlichen Durchschnitt von 1237 Zugriffen. Die meisten Zugriffe wurden im Monat August 2003 mit 1722 erreicht. Das war die Einweihung mit dem "Haus der Sicherheit".
Nicht nur der LBM hat sich lobend über die Gestaltung und Aktualität der Homepage jeder hier im Saal ,der sich die Zeit nimmt ist immer wieder begeistert wie aktuell die Berichte sind.
Wir bedanken uns besonders bei Jan Benk ,aber auch für die Mithilfe bei der Gestaltung bei Rainer Knorrek, Michael Voß, Karsten Wallath und Matthias Ploen.
Ich komme noch mal darauf zurück.



Viele Kameraden besuchten technische Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene .
Die Ortswehrführer mussten viele Stunden für die Vorbereitungen der Vorstands- und Mitgliederversammlungen des Jahres aufbringen.


Und zum Schluss ein Dank an die Verwaltung und Vertretung der Gemeinde Heikendorf. Einen besonderer Dank unserem Bürgermeister Herrn Jesko und der Leiterin des Ordnungsamtes Frau Meyer. Einen Dank auch an die vielen fördernden Mitglieder und den Spendern in unserer Gemeinde, aber auch von Außerhalb.
Ich bedanke mich fürs Zuhören und schließe damit meinen Jahresbericht 2003.