Werde FF Heikendorf Facebook FanFolge feuerwehr.heikendorf auf instagramFollow ffheikendorf on TwitterAbonniere den FF Heikendorf YouTube Kanal


 Freiwillige Feuerwehr Heikendorf

2017 02 03 20.16.06
Am 03. Februar führte die Freiwillige Feuerwehr Altheikendorf ihre diesjährige Jahreshauptversammlung durch. Ortswehrführer Jörg Taube begrüßte als Gäste den Bürgermeister Alexander Orth, von der Amtsverwaltung Ralf Löhndorf, aus der Gemeindevertretung Elke Wohlert und Olaf Bartels, den stellvertretenden Kreiswehrführer Olaf Meier-Lürsdorf, den Gemeindewehrführer Jens Willrodt, den stellvertretenden Gemeindewehrführer Roland Knoth, die Ehrenmitglieder Joachim Voigt, Burchard Marquort, Dieter Matthiesen und Hugo Schneekloth, als Vertreter der Jugendfeuerwehr den Jugendgruppenleiter Joris Taube mit seinen Jugendgruppenführern Lukas und Niklas Langer, die für das Haus der Sicherheit zuständige Reinigungskraft Heidi Sellke sowie zwei Pressevertreter.

Im vergangenen Jahr rückte die Altheikendorfer Wehr zu 49 Einsätzen aus - weniger Einsätze wies zuletzt die Jahresstatistik des Jahres 2007 aus. Die Statistik weist acht Brandeinsätze, 28 Technische Hilfeleistungen, sieben sonstige Einsätze, vier Fehlalarme sowie zwei Alarmübungen aus. Den größten Einsatz mussten die Kameraden im November bewältigen: Im Morgengrauen kam es zu einem Dachstuhlbrand im Ortsteil Möltenort, dem neben dem brandbetroffenen Einfamilienhaus auch ein Bewohner zum Opfer fiel. Beide Ortswehren, unterstützt durch die Hubrettungsbühne der FF Schönkirchen, waren bis zur Mittagszeit im Einsatz, ein aufflammendes Glutnest musste am Abend abgelöscht werden.
In zwei Fällen allerdings waren die gemeldeten Feuer bereits durch den jeweiligen Anrufer gelöscht, die Feuerwehr kontrollierte lediglich noch einmal nach - hier wurde Schlimmeres verhindert.

Im abgelaufenen Jahr wurden 23 Dienstabende sowie zehn Pflegedienste durchgeführt, des Weiteren nahmen die Kameraden an den unterschiedlichsten Lehrgängen teil. Die Atemschutzgeräteträger führten zwei Weiterbildungen in Heikendorf sowie an der Kreisfeuerwehrzentrale in Plön durch. Neben elf Weiterbildungen zu unterschiedlichen Themen fanden in 2016 an zwei Ausbildungen zum Drehleiter-Maschinisten auf dem Plan, zusätzlich wurden alle Kameraden in sieben durchgeführten Schulungen für die Nutzung des Digitalfunks qualifiziert. .

Im Rahmen der Brandschutzerziehung und -aufklärung beschulten die Kameraden im vergangenen Jahr 51 Kinder und sieben Erwachsene. Unter anderem wirkten die Brandschutzerzieher beim Vorlesenachmittag der Gemeindebücherei mit.

Vier Austritten standen zwei Eintritte gegenüber, so dass sich die Gesamtstärke leider dezimierte. Am 31.12.2016 bestand die Wehr aus 49 aktiven Kameraden (davon 6 Frauen) sowie fünf Ehrenmitgliedern; Das Durchschnittsalter beträgt 39,3 Jahre. Vor dem Hintergrund, dass die Sollstärke der Altheikendorfer Wehr 63 Kameraden fordert, gibt es Potential im Bereich der Mitgliederwerbung. Ortswehrführer Jörg Taube erinnerte die Kommunalpolitiker an die Pflicht der Kommune, eine leistungsfähige Feuerwehr zu unterhalten. Er regt an, interne Stellenausschreibungen im Bereich der Amtsverwaltung auch der Freiwilligen Feuerwehr zugänglich zu machen wie es z.B. in Kiel bereits praktiziert werde.

Es wurden 2.752 Stunden Übungs- und Ausbildungsdienst sowie 477 Stunden Einsatzdienst geleistet. Die Dienstbeteiligung ist mit 50,1 % gesunken. Die Fahrleistung der Fahrzeuge lag bei 11.047 gefahrenen Kilometern nahezu auf Vorjahresniveau, die Pumpen liefen 18, die Generatoren neun Stunden. Aus dem öffentlichen Wassernetz wurden etwa 57m³ Wasser, aus offenen Gewässern etwa 8m³ Wasser entnommen.

Jugendfeuerwehrwart Nils Büchner lies in seinem Jahresbericht der Jahr 2016 Revue passieren, er musste auf 17 Mitglieder geschrumpften Mitgliederstand vermelden. Die Jugendfeuerwehr Heikendorf leistete im vergangenen Jahr 132 Stunden Jugendfeuerwehrarbeit. Neben dem wöchentlichen Ausbildungsdienst nahm die Jugendfeuerwehr u.a. am Kreisjugendfeuerwehrtag, am Aktionstag der Schleswig-Holsteinischen Jugendfeuerwehr im Hansapark, an verschiedenen Laternenumzügen und am Heikendorfer Weihnachtsmarkt teil. Es wurde in Erster Hilfe ausgebildet und an der Aktion "Jugend sammelt für Jugend" teil. Hier gehen die Jungfeuerwehrfrauen und -männer von Haus zu Haus und sammeln Spenden für den Kreis- und Landesjugendring sowie für sich selbst. Nach anstrengenden Sammelwochen kamen stattliche 3.900 € für die Jugendarbeit zusammen. Jugendwart Nils Büchner  bedankte sich für die Spendenbereitschaft der Heikendorfer Bürgerinnen und Bürger.
Die jährliche Freizeitfahrt führte die Heikendorfer Jugendwehr nach 14 Jahren ohne Kontakt wieder zur Partner-Jugendfeuerwehr nach Hohegeiß im Harz, die eingeschlafene Partnerschaft wurde reaktiviert und man verbrachte viele schöne Stunden nach dem Motto "Zuhause bei Freunden". Natürlich wurde auch der schöne Harz erkundet.


Nach erfolgreich absolvierter Probezeit wurde Robin Hertel einstimmig im Kreis der Aktiven bestätigt.



2017 02 03 20.23.53
Alex Vettorel (links) und Timo Sellke (Mitte) wurden verabschiedet, beide haben den Wohnort gewechselt und stehen der Altheikendorfer Wehr leider nicht mehr zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 



2017 02 03 20.08.29


Kamerad Harald Benk (links) wurde nach Erreichen der Altersgrenze in die Ehrenabteilung überstellt. Für seine herausragenden Leistungen wurde er mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet. Der stellvertretende Kreiswehrführer Olaf Meier-Lürsdorf hob in seiner Laudatio die Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit des Kameraden Benk hervor und lobte den jahrelangen Einsatz, der weit über das normale Maß eines Feuerwehrmitglieds hinaus ging:

 

 

 

 

2017 02 03 20.15.35

 

 

Harald Benk trat 1967 mit 18 Jahren in den Dienst der damaligen Ortswehr Schrevenborn ein und war dort seit 1980 bis zur Auflösung der Schrevenborner Ortswehr im Jahre 2006 über 26 Jahre als Kassenwart im Vorstand tätig. Zusätzlich war er 19 Jahre Atemschutzgeräteträger. Darüber hinaus konnte er mit seinem handwerklichen Geschick punkten, war immer zur Stelle wenn Hilfe erforderlich war und lässt es sich auch nach seiner Pensionierung nicht nehmen, beauftragte Fachfirmen zu unterstützen und beraten.

 

 

Befördert wurden nach absolvierten Lehrgängen bzw. erfüllter Mindestdienstzeit:
2017 02 03 20.37.52

 


Robin Hertel (Mitte) zum Feuerwehrmann;

 

 

 

 

 

 

 

 

2017 02 03 20.42.23

(v.l.n.r.) Daniel Braatz, Axel Brandt, Cesar Valbuena Rosales, Jens Freiheit zu Oberfeuerwehrmännern, Judith Saedler zur Oberfeuerwehrfrau;

 

 

 

 

 

 

 

 

2017 02 03 20.45.17

André Schneekloth (Mitte) zum Hauptfeuerwehrmann;

 

 

 

 

 

 

 

 

2017 02 03 20.48.02

Björn Wellm (Mitte) zum Oberlöschmeister;

 

 

 

 

 

 

 

 

2017 02 03 20.49.50



Karsten Wallath (Mitte) zum Oberbrandmeister.

 

 

 

 

 

 

 

 

2017 02 03 20.53.36

Geehrt wurde:

Dr. Burchard Marquort (links) für 40 Jahre Dienst. Burchard trat am 02.12.1976 in die Altheikendorfer Wehr ein und stand bis zum Übertritt in die Ehrenabteilung am 30.09.2004 als Einsatzkraft, aber auch mit seinem medizinischen Fachwissen als Feuerwehrarzt zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Gewählt wurden:

zum stellvertretenden Gruppenführer: Klaus Ahrens (turnusmäßige Wiederwahl)
zum stellvertretenden Kassenverwalter: Heiko Ballies
zum Sicherheitsbeauftragten: Mirko Bujack (turnusmäßige Wiederwahl)
zum Rechnungsprüfer: Robin Hertel.


Grußworte der Gäste:

Bürgermeister Alexander Orth bedankte sich für die Einladung und gratulierte allen Beförderten, Geehrten und Gewählten, er wünschte allzeit eine glückliche Hand. Die Freiwillige Feuerwehr beschrieb er als Gemeinschaft von Menschen, die für Heikendorf richtig was machen und die eigenen Interessen hinter die Interessen der Mitmenschen stellen. Die im vergangenen Jahr als Gebrauchtfahrzeug beschaffte Drehleiter hat anfangs eine Menge Ärger bereitet, doch wichtig ist dass sie am Ende funktioniert, Bürgermeister Orth führt aus, dass das Fahrzeug nun keine Probleme mehr macht.
Er sprach Dank und Anerkennung an die Kameraden aus, die beim Großbrand im vergangenen Herbst in unmittelbarer Nähe des bei dem Feuer verstorbenen Mitbürgers im Einsatz waren und leider nicht helfen konnten.
Im Jahr 2017 möchte Alexander Orth mit der Altheikendorfer Wehr den Erweiterungsbau am Haus der Sicherheit einweihen. Die Planung dazu war nicht immer ganz einfach, als Bürgermeister steht er immer zwischen den Stühlen und muss zwischen Notwendigkeit und finanziell zur Verfügung stehenden Mitteln abwägen. Für ihn ist für das Verhältnis zwischen Gemeinde und Feuerwehr ganz wichtig, dass man sich gegenseitig vertraut. Er kann guten Gewissens auch im Namen aller Gemeindevertreter behaupten, dass generell alles was nötig ist getan werde. Für das kommende Jahr wünscht er den Altheikendorfer Kameradinnen und Kameraden wo wenige Einsätze wie in 2016 oder noch weniger.

Der stellvertretende Kreiswehrführer Olaf Meier-Lürsdorf bedankte sich für die Gastfreundschaft und überbrachte die Grüße des Kreiswehrführers, der Feuerwehrtechnischen Zentrale, der Geschäftsstelle des Kreisfeuerwehrverbandes sowie aller anderen Wehren des Kreises Plön: Aktuell gibt es im Kreis Plön 100 Feuerwehren, die Anzahl der Feuerwehren schrumpft genauso wie die Mitgliederzahlen. Er führte aus, dass der Mitgliederbestand der FF Altheikendorf die Sollstärke von 63 Kameraden nicht erreicht. Sicher ist für ihn, dass bei allen Möglichkeiten der Mitgliederwerbung die Kameradschaft an erster Stelle steht: "Feuerwehr muss geil sein!" sagte er. Kameraden erzählten ja nach Übung, Ausbildung, Dienst im Bekanntenkreis von der Feuerwehr, dort muss Stimmung herrschen, die dann in Gesprächen weitergetragen wird. Nach Meier-Lürsdorfs Empfinden dürfen Feuerwehrkameraden sich nicht auseinanderleben, eine heutige Freiwillige Feuerwehr ist ein Großbetrieb, der von der jeweiligen Wehrführung mit Fingerspritzengefühl geführt werden muss.

Der stellvertretende Gemeindewehrführer Roland Knoth überbrachte die Grüße der Ortswehr Neuheikendorf. Roland liegt die Zusammenarbeit beider Wehren am Herzen, in vielen Bereichen ist sie mittlerweile selbstverständlich geworden, Kameradschaft wird zwischen den Ortswehren gelebt.

Gemeindewehrführer Jens Willrodt sprach der Ortswehrführung der Altheikendorfer Wehr seinen Dank aus, die aufgrund der Erweiterung des Hauses der Sicherheit eine gigantische Planungs- und Absprachearbeit zu leisten hat.

Unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" ergriff Kamerad Jürgen Zuleger das Wort und führte aus, dass das Brandschutzgesetz ganz klar definiert, dass die Gemeinde eine Feuerwehr aufzustellen hat, es also auch Aufgabe der Gemeinde ist, das Personal für die Feuerwehr zu besorgen. Weiter merkte Jürgen an, dass man seiner Meinung nach die Erweiterung des Hauses der Sicherheit nicht hätte durchführen sollen sondern einen Neubau für beide Ortswehren hätte bauen und die Ortswehren zusammenlegen sollen.
Bürgermeister Alexander Orth antwortete darauf, dass seitens der Gemeindevertretung niemals die Ortswehren zusammengelegt werden, man könne dies lediglich tun wenn die Ortswehren das wollten. Zum Thema Mitgliedergewinnung führte er aus, dass man keine Feuerwehrleute schnitzen kann, er aber gerne bereit ist weitere Ideen aufzunehmen.

Der stellvertretende Ortswehrführer Karsten Wallath richtete in seinem Schlusswort noch einmal Dank an alle Kameraden, insbesondere alle Funktionsträger, die mit ihrem Engagement in den verschiedenen Funktionen alle irgendwo für Motivation innerhalb der Wehr sorgen. Angesichts der anhaltend schlechten Tagesalarmstärke und des durch den demografischen Wandel sinkenden Mitgliederbestandes wies er darauf hin, dass es einerseits wichtig ist die bestehenden Mitglieder zu motivieren und zu halten, andererseits aber hauptsächlich die Gemeinde gefordert ist weitere Bürgerinnen und Bürger für den Dienst in der Feuerwehr zu gewinnen. Viele notwendige Rahmenbedingungen wie z.B. bezahlbarer Wohnraum oder Arbeitsplätze sind politisch auch erkannt und befinden sich in der Umsetzung. Mit einem Zitat des Kabarettisten, Schauspielers und Autors Oliver Hassenkamp appellierte er an alle Nicht-Feuerwehrmitglieder: "Tun Sie gelegentlich etwas, womit Sie weniger oder gar nichts verdienen. Es zahlt sich aus."

Jörg Taube bedankte sich zum Abschluss bei seinem Stellvertreter Karsten Wallath, der häufig einspringt und Termine wahrnimmt.


Text: (wal)

Fotos: (jb)

 

 

Zum Seitenanfang