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 Freiwillige Feuerwehr Heikendorf

Streit um Baum an Feuerwehr Ausfahrt pdaArticleWide
Wenn die Freiwillige Feuerwehr in Altheikendorf mit der Drehleiter ausrücken will, versperrt ein Baum den Fahrern die Sicht. Nachdem der Bau- und Umweltausschuss sich dagegen aussprach, ihn zu fällen, beschwerten die Feuerwehrmänner sich in der Gemeindevertretung. Nun prüft das Ordnungsamt den Fall

Wegen des Baumes, der links von der Ausfahrt die Sicht versperrt, kommt die Drehleiter der Heikendorfer Feuerwehr nicht schnell und sicher auf die Fahrbahn, findet Ortswehrführer Jörg Taube. Der Bau- und Umweltausschuss will die Linde aber nicht fällen.

Heikendorf. Wenn die Feuerwehr ausrücken soll, muss es schnell gehen. Doch genau das ist am gerade neu erweiterten Haus der Sicherheit ein Problem. Der Grund ist eine Linde mit einem Stammumfang von rund drei Metern. Sie steht links von der Alarmausfahrt am Neuheikendorfer Weg und trägt, besonders in Kombination mit der Drehleiter, zu einer gefährlichen Gemengelage bei. Fährt der Drehleitermaschinist das Fahrzeug nämlich so weit vor, dass die Leiter gerade noch nicht auf die Fahrbahn ragt, versperrt der Baum den Blick auf die Straße. Herannahende Autos sind so für die Feuerwehrmänner schwer zu erkennen. "Wenn da ein höheres Auto vorbeifährt, kann das schnell gefährlich werden", sagt Ortswehrführer Jörg Taube.

Das Problem ist seit gut einem Jahr bekannt

Seit gut einem Jahr gehört das Fahrzeug zum Fuhrpark der Heikendorfer Feuerwehr. Seitdem ist auch das Problem bekannt. Bereits im März machte Taube die Verwaltung darauf aufmerksam. Man kam zu dem Schluss, dass eine Ampelanlage Abhilfe schaffen, oder der Baum gefällt werden sollte. Der Ampel erteilte der Kreis eine Absage. Blieb das Fällen. Doch einen entsprechenden Antrag lehnte der Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung ab. Nur drei Mitglieder stimmten dafür, fünf dagegen, drei enthielten sich. "Ich glaube, dass die Feuerwehr da rauskommt, ohne dass der Baum fallen muss", sagte der Ausschussvorsitzende Hans-Herbert Pohl (CDU). Uta Faust (SPD) sah in dem Baum ein "enormes Kulturgut" und Regina Bothur (UWH) meinte: "Wenn das Martinshorn losgeht, sind die anderen Autofahrer sowieso aufmerksam."

Besonders der Vorschlag aus dem Ausschuss, dass die Feuerwehrleute beim Ausrücken selbst den Verkehr regeln könnten, sorgte für Entrüstung bei den Einsatzkräften. "Wir stehen auf der Straße, und im Hochhaus stehen schreiende Menschen und wollen gerettet werden", sagt Taube. "Diese Idee ist so was von daneben." Zudem sei die Feuerwehr gar nicht befugt, abseits von Einsatzstellen in den Verkehr einzugreifen.

Auch in der Gemeindevertretung am Mittwochabend machte die Feuerwehr ihrem Frust noch einmal Luft. "Entscheidungen wie diese des Umweltausschusses erwecken den Eindruck, dass man in Heikendorf die Feuerwehr nicht für voll nimmt", sagte Taube.

Nun prüft das Ordnungsamt den Sachverhalt. "Wenn wir zu der Auffassung gelangen, dass wir keinen Entscheidungsspielraum haben, werden wir ein Veto einlegen und den Baum fällen", sagt Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp. Eine Entscheidung soll Anfang der kommenden Woche fallen.

 

Quelle: KN Online

http://www.kn-online.de/News/Nachrichten-aus-Ploen/Heikendorf-Streit-um-Baum-an-Feuerwehr-Ausfahrt

(jb)

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