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 Freiwillige Feuerwehr Heikendorf

Rauchmelder sind teilweise gesetzlich vorgeschrieben!

Heute (Stand: März 2013) haben bereits 11 Bundesländer (Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) eine Rauchmelderpflicht für private Wohnräume.


Speziell für Schleswig-Holstein:
WICHTIG: Es gilt eine Nachrüstpflicht in allen vorhandenen Wohnungen seit 01. Januar 2011.


In Wohnungen müssen Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümerinnen oder Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung mit Rauchwarnmelder auszurüsten.
Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzerinnen oder Besitzern, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

Warum Rauchmelder ???

Jährlich werden 66.000 Menschen bei Bränden verletzt, 6.000 davon schwer. 600 Menschen sterben jährlich durch Brände. Zwar geschehen nur 40% aller Brände in Wohnbereichen, aber 80% derBrandtoten haben in Wohnbereichen ihr Leben verloren. Da nur ca. 7% aller deutschen Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet sind, wollen wir Ihnen hier die Vorteile erläutern.
 



Brandursachen

Fast 25% der Brände entstehen durch elektrische Geräte, besonders durch Heizgeräte, Heizkissen u. -decken, Bügeleisen und Kühlschränke. Auch der Stand-by-Modus vieler TV-Geräte oder Hi-Fi-Anlagen erhöht die Brandgefahr.
Auch die versehentlich eingeschaltete bzw. nicht wieder ausgeschaltete Herdplatte entzündet Fett, Kunststoff oder einGeschirrhandtuch.
Bei Kaminen, Öfen und Heizstrahlern wird oftmals die starke Aufheizung der Umgebung unterschätzt. Spraydosen (z.B. Haarspray, Bremsenreiniger) können ab ca. 50°C explosionsartig zerknallen. Weitere Brandursachen einmal in loser Reihenfolge: Kerzen (besonders am Weihnachtsbaum oder Adventsgesteck), Silvesterfeuerwerk, Zigaretten, Streichhölzer, Grillkohle, brennbare Flüssigkeiten (z.B. Benzin, Lösungsmittel, Alkohol, Farben, Lacke).

 



Die Gefahr: Rauch!

Die meisten Opfer verbrennen nicht. 75% aller Brandtoten sterben an einer Rauchvergiftung.
Bereits 100g Schaumgummi reichen aus, um einen 100m³ großen Raum binnen kurzer Zeit mit Rauch
zu füllen. Führen Sie sich einmal folgende Aspekte vor Augen:

- Rauch ist schwarz.
Sie sehen nichts, verlieren selbst in gewohnter Umgebung die Orientierung und können leicht
in Panik geraten.

- Der Geruchssinn ist während des Schlafes abgeschaltet.
Die meisten Feuer schwelen längere Zeit vor sich hin, Rauch verteilt sich in der Wohnung.
Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO2) sind im Rauch enthalten, diese werden Sie
einschläfern und bewegungsunfähig machen. Nach 3 Atemzügen tritt Bewußtlosigkeit, nach 10
Atemzügen der Tod ein. Nächtliche Brandopfer schlafen in den Tod.

- Die Hitze wird Sie töten.
Der Körper hört auf zu funktionieren, bei 65°C verdampft Ihre Lunge. Während eines Feuers
entstehen binnen kürzester Zeit Temperaturen von mehreren 100°C.

- Faktor Zeit
Würde Sie ein Rauchmelder rechtzeitig warnen, hätten Sie ca. 2 Minuten Zeit, den Bereich
zu verlassen. Zeit zum Anziehen oder Packen von Wertsachen bleibt nicht.
Warnen Sie Ihre Mitbewohner und verlassen Sie umgehend das Gebäude. Alarmieren Sie die
Feuerwehr erst, wenn Sie im Freien sind.

- Kennen Sie Ihren Fluchtweg?
Haben Sie sich nicht im Voraus über mögliche Fluchtwege informiert (z.B. im Urlaub), dann
werden Ihre Überlebenschancen sehr gering sein.



Rauchmelder

Eine Prognose der Landesbranddirektion Berlin sagt aus, dass die Aussattung aller deutschen
Privathaushalte ca. 50% weniger Brandschäden nach sich ziehen würde, entsprechend weniger
Brandverletzte und Todesopfer wären die Folge.
Ein Rauchmelder warnt Sie und Ihre Familie rechtzeitig nach Ausbruch eines Brandes vor der
kommenden Gefahr, noch bevor sich tödliche Rauchgaskonzentrationen gebildet haben und sichert
Ihnen lebenswichtige Fluchtsekunden.
Rauchmelder haben sich als Lebensretter bewährt.
Sie sind kaum größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall
im Fachhandel erhältlich. Rauchmelder sollten batteriebetrieben sein, damit die Funktion auch
bei Stromausfall gewährleistet ist. Ca. 30 Tage, bevor die Batterie leer ist, ertönt ein Warnsignal.

Achten Sie beim Kauf auf das VdS-Prüfzeichen, es garantiert, dass der Rauchmelder nach
prEN ISO 12239 geprüft ist, zuverlässig Rauch erkennt und eine frühe Alarmmeldung sicherstellt.


Was garantiert das VdS-Zeichen?

Es garantiert die Mindestleistungsmerkmale, die in dem weltweit strengsten Normentwurf für
Rauchmelder (prEN ISO 12239) festgelegt sind:

- Alarmton mindestens 85dB A
- bei Nachlassen der Batterieleistung muss die Warnmeldung mind. 30 Tage sichergestellt sein
- der Melder muss über einen Testknopf zur Funktionsüberprüfung verfügen
- Rauch sollte von allen Seiten gleich gut in die Rauchmesskammer eindringen können
 

 

Installation

Alle für die Installation notwendigen Materialien (Dübel, Schrauben) gehören zum Lieferumfang.
Faustregel für den Mindestschutz: Pro Etage ein Rauchmelder im Flur, ein Rauchmelder pro Schlafzimmer. Optimal wäre ein Rauchmelder in jedem Raum, in dem sich Familienmitglieder aufhalten (z.B. Arbeitszimmer, Spielzimmer, Hauswirtschaftsraum usw.).
Achtung: Bei Anbringung in Küche und Bad kann es durch Wasserdampf zu Fehlalarmen kommen!
Um zu gewährleisten, dass Sie überall im Haus im Brandfall alarmiert werden, können Sie die Rauchmelder vernetzen oder per Funk drahtlos verbinden. Auch die Ansteuerung eines automatischen Telefonwählgerätes zur Alarmweiterleitung (z.B. auf das eigene Handy, zum Nachbarn oder zu einem Sicherheitsdienst) ist möglich.



Was kann ich außerdem tun?

Am besten ist es, wenn ein Brand gar nicht erst entstehen kann. Beachten Sie deshalb folgende
Hinweise:

- Niemals im Bett rauchen.

- Zigaretten- oder Zigarrenreste nur in nicht brennbaren Behältnissen ablegen, Aschenbecher in
nicht brennbare und verschlossene Mülleimer entleeren

- offenes Feuer (z.B. Kerzen) niemals unbeaufsichtigt lassen

- eingeschaltete Elektrogeräte nie unbeaufsichtigt lassen

- brennendes Fett (z.B. in Pfanne oder Fondue-Gerät) nie mit Wasser löschen, sondern mit Deckel,
Lösch- oder Wolldecke (Achtung: Keine Kunststoffdecke verwenden) ersticken.

- Reparaturen an Gas- und Elektrogeräten nur vom Fachbetrieb durchführen lassen


Halten Sie Fluchtwege frei. Achten Sie darauf, dass

- Flure und Treppenräume stets frei von brennbaren und sperrigen Gegenständen (z.B. Fahrräder,
Kartons, Möbel, Kraftstoffe) sind.

- Türen in Fluchtwegen stets geschlossen, aber nie verschlossen sind. Geschlossene Türen leisten
einem Feuer Widerstand und verhindern eine Rauchausbreitung.

- Sie Ihr Auto nicht vor oder auf Hydranten oder in Feuerwehrzufahrten parken.



Brandschutzerziehung für Kinder

Die Feuerwehr führt in Kindergärten und Schulen Brandschutzerziehung durch (analog zur Verkehrs-
erziehung durch die Polizei). Aber auch Eltern haben ihre Kinder im Rahmen der gesetzlichen
Aufsichtspflicht (diese gliedert sich in die Belehrungs-, Aufsichts- und Anleitungspflicht) über
die Gefahren eines Feuers aufzuklären. Sie sollten nicht nur darauf achten, dass Kinder keinen
Brand verursachen, sondern sie auch spielerisch auf das richtige Verhalten im Brandfall
vorbereiten.

- Bewahren Sie Zündhölzer, Feuerzeuge und Kerzen sorgfältig auf.

- Bewahren Sie leicht entflammbare Gegenstände nie in Reichweite von Kinderhänden auf.

- Entzünden Sie Wunderkerzen und Feuerwerkskörper nur im Freien und üben Sie mit Kindern den
vorsichtigen Umgang.

- Lassen Sie Kinder nie ohne Aufsicht an Herden, Heizgeräten oder in Räumen mit Öfen, Kaminen,
Heizstrahlern, brennenden Kerzen oder Weihnachtsbäumen.



Fragen?

Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich jederzeit an uns wenden. Ansprechpartner finden Sie hier.


Text: (wal)

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